Was tun bei Lampenfieber?

Lampenfieber

Wann hat man Lampenfieber?
Bei einem öffentliche Auftritt, vor einer Prüfung, einer Rede oder wenn man einen Vortrag / eine Präsentation oder etwas ähnliches halten soll. Manchmal gibt es auch Lampenfieber vor einem wichtigen Gespräch, bei dem man unbedingt gut rüber kommen möchte. Es entsteht dann regelmäßig eine gewisse Anspannung, Nervosität bis hin zur Versagensangst.

Wer hat Lampenfieber?
Alle haben es, Filmschauspieler , Politiker, Prominente, Manager,  Künstler und Studenten etc. Kurzum eigentlich jeder, warum nicht auch wir. Blöd ist nur, wenn dieses Fieber überhand nehmen will und unser Denken und Handeln blockiert. Im schlimmsten Fall ergreift dieses Fieber dann von uns regelrecht „Besitz“ und es droht uns ein“Blackout“.

Wieso gibt es Lampenfieber?
Die Auswirkungen des Lampenfiebers gehen zurück auf den Beginn der Menschheitsgeschichte, wo Anspannung zu einem erhöhten Adrenalinaustoß führte und Fluchtinstinkte auslöste. Der Fluchtinstinkt kann in unserer Gesellschaft in der Regel nicht unmittelbar ausgelebt werden.  Die Folge: Unbehagen mit Herzklopfen / Schweißausbrüche / belegte Stimme / trockener Hals  / fahrige Bewegungen / etc.

Wie geht man damit um?

▶︎ Als normal ansehen

Wie oben dargestellt, ist bei einen Vortrag eine gewisse Aufregung ein völlig natürlicher Prozess. Wenn dabei der Adrenalinspiegel ansteigt, bedeutet dies auch eine gewisse Stimulierung zu Spitzenleistungen, die man durchaus begrüßen sollte. Weniger Aufregung und das Annehmen als etwas natürliches wird zu einer Entspannung führen können.

▶︎ Gute Vorbereitung

Eine wirklich gute Vorbereitung des Vortrages wird Sicherheit vermitteln. Z.B. ist es sehr hilfreich, gerade die Einleitungssätze besonders gut vorzubereiten und ggf. auswendig zu lernen. Der Start sitzt dann einfach besser und  das „Freisprechen“ wird schneller eintreten.

▶︎ Frühzeitig vor Ort heißt weniger Stress

Sehr gut ist es, den Veranstaltungsort vor dem eigentlichen Vortrag zu besuchen. Wenn das nicht geht, sollte man auf jeden Fall frühzeitig anreisen und die Gelegenheit nutzen, mit dem Raum und der Situation vor Ort vertraut zu werden.

▶︎ Kontakt zu den Zuhörern vorher

Wenn man früher am Veranstaltungsort  ist, kann man auch die Zeit zum Small talk mit den Teilnehmern nutzen. Ist man schon ein bisschen vertraut, können diese Teilnehmer dann Ankerpunkte sein und ein Blickkontakt beim Vortrag wird Sicherheit bringen.  Ggf. hat man ja schon vorher Bekannte oder Freunde getroffen. Wenn man beim Auftritt dann  die bekannten Gesichter sieht,  vermittelt das ebenfalls oft Entspannung.

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Wie wird man Lampenfieber los?

Begreife Dein Publikum nicht als Feind, den Du besiegen mußt, sondern genieße das Gefühl Dein Wissen mit Anderen zu teilen! Die innere Einstellung zum Vortrag selbst sollte  – auf jeden Fall –  auch hinterfragt werden. Klar man möchte gute Leistungen bringen. Nur der / die Beste muß man nicht immer sein. Nimm das Thema und Deine Bedeutung nicht so wichtig. Denke daran, Du hat den Vortrag gut vorbereitet, dadurch kannst Du auch entsprechend sicher sein. Zusätzlich erinnere Dich an ein angenehmes Erlebnis und lächle. Durch das Lächeln verändert sich Deine Gesichtsmuskulatur und auch Deine Stimme klingt dann angenehmer. Positiv ist auch, wenn Du in Deinen Unterkiefer spürst. Hierdurch wirst Du mit Sicherheit Verkrampfungen fühlen, die Du durch das „Reinspüren“ in den Kiefer auflösen kannst .

Der Klassiker – um Lampenfieber aufzulösen – ist das tiefe bewusste Atmen. Manchem Redner hilft es auch, die Muskeln kurz anzuspannen und dann im Wechsel  wieder zu entspannen. Wenn Du vor Deinem Vortrag noch Zeit hast, gehe zu einem kurzen Spaziergang an die frische Luft.

Natürlich wird Dir das häufigere Üben von Redesituationen auch helfen. Ergreife einfach mal das Wort wenn es nicht so „drauf ankommt“ und stabilisiere dadurch Deine Sicherheit. Wenn Du magst, kannst Du mit dem Lampenfieberthema auch eine Affirmationen starten. (Siehe auch hier).

Kurzum: Schraube Deine Erwartungen herunter / erwarte Fehler, sei nicht über perfektionistisch. Dann wirst Du menschlich und authentisch und kommst außerdem für Dein Publikum gut rüber.

Weitere Tipps für Präsentationen findest Du auch hier in meinem E-Book.

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