Virtuelle Teams oft keine Dream Teams

© Matthias Zabanski

Fähigkeit von Teams

Gute Arbeit entsteht u.A auch durch gute Kommunikation und zielgerichteten Gedankenaustausch. Man kennt sich und spricht auch über Projekte im informellen Umfeld, wie dem Mittagessen, in der Kaffeeküche oder am Kopierer. (Hier entstehen häufig die besten Ideen.)
Wird ein neuer MitarbeiterIn erforderlich, wird er/sie danach ausgesucht, ob er/sie ins Team passt. Verantwortungen / Zuständigkeiten und Hierarchien sind geklärt und das Team funktioniert nach entsprechender Einarbeitung oft recht gut.

Einsparung ist angesagt

Bei der X. Kosteninitiative werden mal wieder y% Einsparpotentiale ausgegeben. Die Aufgaben liegen aber noch immer an. Das Zauberspruch heißt dann z.B. Umstrukturierung durch virtuelle Teams. Von der Idee  kann  gebündeltes Kowhow  über Ländergrenzen mit internationalen Austausch die besten Lösungen produzieren.

Wie geht man vor?

Eine Projektbeschreibung wird erstellt, das jeweilige Lastenheft ausgearbeitet und das Team oft nach wenig transparenten Kriterien zusammengestellt. Jedes Teammitglied bekommt das „Projekt“ in seine Boni-Vereinbarungen  und gut ist.

Was sind die Herausforderungen in der Praxis?

Es gibt keine sozialen Bindungen innerhalb des virtuellen Teams, denn Kontakte über Ländergrenzen erfolgen aus Kostengründen häufig nur via Telefon-/ Videokonferenzen. Die Mitarbeiter sind in lokalen Hierarchien eingebunden, die nicht selten ganz andere Zielstellungen haben. Durch räumliche Entfernungen / Mentalitäts- und Zeit- und Kulturunterschiede kann ein Teamgeist kaum entstehen.  Echte Mitarbeiterführung als Tagesgeschäft auch via Motivation/Lob und Tadel ist in der Regel auch nicht möglich. Lediglich an den Meilensteinen werden die Projekte und Mitarbeiter entlanggeführt. Pfiffige Ideen oder besonderes Engagement im Alltag, werden regelmäßig kaum wahrgenommen. Frustration ist da – speziell bei Leistungsträgern  – häufig nicht weit.

Wo sind virtuelle Teams sinnvoll?

Wenn das virtuelle Team nicht die grundsätzliche Organisationsform ist, kann im Einzelfall – bei international Projekten – der Einsatz von v. Teams sicher sinnvoll sein. Einige Mittel für Meetings / Besuche und Fachaustausch sollte man dann aber schon in die Hand nehmen. Klar, die Führungskräfte der jeweiligen Parteien muß man auch mit ins Boot holen, damit von da kein Gegenwind droht.

MZ

Foto: Matthias Zabanski

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